Das Institut für Medizinische Lehre (IML) bietet Jugendlichen die Möglichkeit, den professionellen Umgang mit neuen Medien und Technologien im akademischen Umfeld zu erlernen. In der Abteilung für Unterricht und Medien (AUM), wo sich alles um die zeitgemässe Aufbereitung von Medien (Podcasts, Video- und Bildbearbeitung, Gestaltung von Webseiten) für das Medizinstudium dreht, sind aktuell zwei Lehrstellen besetzt. Die zwei am IML tätigen Mediamatikausbildner können den Lernenden vielfältige Aufgaben übergeben. Durch den Austausch entsteht sowohl für das Institut als auch für die Jugendlichen ein Mehrwert.

Keine Aufwärmphase nötig
Die Lernenden haben bei Stellenantritt bereits eine solide zweijährige Grundausbildung in einem Vorlehrbetrieb (BiCT ) vorzuweisen. Dies ist ein grosser Vorteil, denn sie können sofort operative Aufgaben übernehmen. Sie durchlaufen am IML eine zweijährige Fachausbildung. Im ersten Jahr lernen sie z. B. eine Kamera bedienen, beschäftigen sich mit neuen Technologien und E-Learning oder tragen zu einem reibungslosen Betrieb des Lernzentrums BiSS bei. Im zweiten Jahr der Ausbildung geht es um die Spezialisierung (z. B. Programmierung von einem Projekt, Chancen und Nutzen des 3D Printers). Im Zentrum steht die individuelle Projektarbeit (IPA).

Praktische Fähigkeiten sind genauso wichtig wie ein Flair für die Gestaltung und für neue Technologien. 3D Programme oder 3D Druck gehören zum Arbeitsalltag der Lernenden, verfügt doch das Institut seit geraumer Zeit über die erforderliche Soft- und Hardware. «Das Ergebnis ist immer wieder überwältigend,» erzählt der angehende Mediamatiker Dario Zaugg. «Das zuvor erstellte Modell, das nur auf dem Bildschirm existierte, ist nun dreidimensional erlebbar». Die Lernenden können dank dieser technischen Innovation an der Herstellung von Moulagen mitwirken, neue Trainingsmodelle für Studierende konzipieren oder nicht erhältliche Ersatzteile oder Adapter anfertigen.

Breite Unterstützung – grosser Nutzen
Die Lernenden arbeiten auch bei vielen kleineren Projekten mit: Bilder bearbeiten, Poster oder Grafiken für die Website erstellen, Lernfilme schneiden oder aufbereiten. „Meine Bedürfnisse werden ernst genommen“, berichtet Delia Abbühl. «Wenn ich mich z. B.  in einem Programm weiterbilden will, teilen die Lehrmeister mit mir ihre Erfahrungen. Das ist sehr hilfreich.»

Nach Abschluss stehen den Absolvierenden zahlreiche berufliche Möglichkeiten in den Bereichen Multimedia, Informatik oder Marketing offen.

Mediamatik – Was ist das?

  • Mediamatik ist ein Generalisten-Beruf.

  • Know-how in den Bereichen Multimedia und Informatik ist ebenso gefragt wie Marketing und Administration.

  • Die Ausbildung dauert vier Jahre.

  • Das IML stellt nur Absolvierende aus einem Vorlehrbetrieb (z. B. der BiCT) ein.

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